Im Herzen von Barbican, London, ist die neue Oper „Unsere Augen sind auf Gott gerichtet“ in Zusammenarbeit mit TD Moyo und Renell Shaw entstanden. Dieses Werk mit dem Libretto von April Koyejo-Audiger erzählt die tragische Geschichte von zwei Cousins namens Adjani und Kamal. Adjani, der beschließt, Liverpool zu verlassen und nach London zu gehen, verbringt seine letzte unvergessliche Nacht mit Kamal; eine Nacht voller Erinnerungen, Feiern, Abschieden und schmerzhaften Tragödien.
Tiefe Gefühle und bittere Erfahrungen
In dieser Oper sind Musik und Text auf einzigartige Weise kombiniert, um tiefe und barocke Emotionen darzustellen. „Kein Ozean ist groß genug, um die Tränen dieser schwarzen Jungen zu fassen“; dieser Satz wird in einem der Lieder gehört und drückt treffend die Tiefe der Gefühle in dieser Geschichte aus.
Dieses Werk ist gewissermaßen aus der persönlichen Trauer von Moyo über den Mord an seinem Bruder in London und dem weltweiten Zorn über den Tod von George Floyd entstanden. Moyo nutzt diese bitteren Erfahrungen, um die Geschichte von Adjani und Kamal darzustellen; eine Geschichte, die möglicherweise vor Beginn der Aufführung nicht mehr lebendig sein wird.
Ein einzigartiges künstlerisches Erlebnis
„Unsere Augen sind auf Gott gerichtet“ ist nicht nur eine Oper, sondern ein einzigartiges künstlerisches Erlebnis, das versucht, die tiefen Erfahrungen von britischen Schwarzen zu beleuchten. Indem sie diese Geschichte in Form einer Oper präsentieren, zeigen Moyo und Shaw, dass dieses Genre einen Raum für den Ausdruck von Emotionen und komplexen Geschichten bieten kann. Dieses Werk verdeutlicht, wie Kunst in der Konfrontation mit bitteren und schmerzhaften Realitäten eine erstaunliche Kraft haben kann und menschliche Gefühle in eine universelle Sprache verwandelt.




