Laura Johnson, ehemalige Wohnungsleiterin der Gemeinde Kingston und Chelsea, wurde zur Entwicklungs- und Immobilienleiterin der Barnet-Gruppe ernannt. Diese Ernennung erfolgt, während Johnson während der Grenfell-Brandkatastrophe im Jahr 2017, die 72 Todesopfer forderte, Schlüsselverantwortungen hatte. Jetzt trägt sie mit einem Jahresgehalt von 157.000 Pfund die Verantwortung für die Verwaltung von über 13.000 Sozialwohnungen im Norden Londons.
Hintergrund der Grenfell-Katastrophe
Der Grenfell-Brand, eine der tödlichsten Wohnkatastrophen in der Geschichte Großbritanniens, ereignete sich am 14. Juni 2017, und Johnson wurde als Wohnungsleiterin in Kingston und Chelsea aufgrund von Kostensenkungsmaßnahmen untersucht. Diese Maßnahmen umfassten die Vergabe von Aufträgen an neue Unternehmen zur Kostensenkung und die Verwendung von brennbaren Kunststoffpaneelen. Eine Untersuchungskommission kam zu dem Schluss, dass Johnson trotz Warnungen der Feuerwehr den Prozess zur Installation von selbstschließenden Mechanismen an den Feuertüren verzögerte.
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Reaktionen auf Johnsons Ernennung
Sozialaktivisten haben große Bedenken hinsichtlich Johnsons Ernennung geäußert und glauben, dass diese Entscheidung ein Zeichen für das Versäumnis ist, aus den Lehren der Grenfell-Katastrophe zu lernen. Patrick Hunter, einer der Bewohner der Hochhäuser in Barnet, sagte: "Als Grenfell passierte, war das extrem schockierend und erschreckend. Jetzt, wo ich höre, dass einer der Architekten dieser Katastrophe im Bereich Sicherheit und Gesundheit ernannt wurde, ist das sehr beunruhigend und ich habe wieder Schlaflosigkeit."
Joe Delaney, einer der Aktivisten der Gruppe Justice for Grenfell, sagte ebenfalls: "Barnets Vorwand für diese Ernennung ist, dass Barnet Homes unter Johnson eine hohe Bewertung von der Regulierungsbehörde für soziale Wohnungen erhalten hat. Wenn es einen Grund gibt, zu zeigen, dass aus der Grenfell-Katastrophe nichts gelernt wurde, dann ist es, dass diese Bewertungen immer noch als wertvoll angesehen werden."
Ein Sprecher der Barnet-Gruppe erklärte, dass Johnson als "stärkster Kandidat" in einem wettbewerbsintensiven Feld von Bewerbern ausgewählt wurde, und betonte, dass alle Ergebnisse der Grenfell-Untersuchungskommission sorgfältig im Einstellungsprozess geprüft wurden. Er fügte auch hinzu: "Unsere Gedanken sind bei den Überlebenden und den Familien aller, die von der tragischen Grenfell-Feuer betroffen sind. Die Sicherheit und das Wohlbefinden unserer Bewohner haben oberste Priorität."
In der Zwischenzeit hat die Metropolitan Police erklärt, dass sie Vorwürfe gegen 57 Personen und 20 Unternehmen im Zusammenhang mit dem Grenfell-Brand untersucht, und es wird erwartet, dass Entscheidungen über die Vorwürfe bis Juni 2027 bekannt gegeben werden.
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