Mahsa Pirai, die Tochter einer Frau, die von den Sicherheitskräften Irans getötet wurde, hat Andy Burnham, den Bürgermeister von Manchester, gebeten, die Verantwortlichen dieses Landes wegen des Mordes an ihrer Mutter zur Rechenschaft zu ziehen. Minou Majidi, Mahsas Mutter, wurde im September 2022 während der Flucht vor den iranischen Kräften erschossen und war eine der hunderten Demonstranten, die bei den Protesten "Frau, Leben, Freiheit" ihr Leben verloren haben.
Mord an Minou Majidi und die jüngsten Proteste
Minou Majidi ging vier Tage nach Beginn der Proteste am 16. September, am 20. September, auf die Straße. Sie wurde in Kermanshah, während sie vor der brutalen Unterdrückung durch die Sicherheitskräfte floh, aus nächster Nähe mit Metallkugeln getroffen. Diese Proteste begannen nach dem Tod von Mahsa Amini, einer Frau, die wegen Nichteinhaltung des Hijabs von den Sicherheitskräften festgenommen worden war.
Menschenrechtsgruppen, einschließlich Amnesty International, haben in ihren Berichten darauf hingewiesen, dass iranische Beamte während der brutalen Unterdrückung der Proteste Verbrechen gegen die Menschlichkeit begangen haben. Der Bericht erwähnt den Mord an 49 Kindern und 45 Fälle sexueller Gewalt in Haft. Mahsa sagte auf einer Pressekonferenz in London: "Meine Mutter suchte nach Freiheit und Veränderung und wollte eine bessere Zukunft für die jüngeren Generationen schaffen."
Amnesty Internationals Aufruf zur Gerechtigkeit
Amnesty International hat in ihrem neuen Bericht, der anlässlich des vierten Jahrestages dieser Proteste veröffentlicht wurde, 87 iranische Beamte genannt, die ihrer Meinung nach wegen Kriegsverbrechen untersucht werden sollten. Agnes Callamard, die Generalsekretärin von Amnesty International, hat Burnham gebeten, während seines Besuchs bei der Generalversammlung der Vereinten Nationen Druck auszuüben, damit rechtliche Schritte gegen den Iran eingeleitet werden.
Mahsa Pirai hat Burnham auch gebeten, auf die Stimmen des iranischen Volkes zu hören und ernsthaftere Maßnahmen zur Bestrafung der Verantwortlichen für die Unterdrückungen zu ergreifen. Sie erklärte: "Wir sind wöchentlich nach London gefahren und haben die Regierung gebeten, das terroristische Regime Irans auf die Terrorliste zu setzen, aber sie haben uns nicht zugehört."
Sie fügte hinzu: "Die Menschen im Iran sind wirklich verzweifelt, und diese Situation ist für die Menschheit nicht gut. Sie verlieren ihren Glauben an die internationalen Menschenrechte." Mahsa fordert dringend die Schaffung eines internationalen Rechtssystems zur Verurteilung iranischer Beamter und betont, dass ohne Gerechtigkeit für ihre Mutter das Leben keinen Sinn hat.
Amnesty International hat auch darauf hingewiesen, dass verschiedene Länder selbst Ermittlungen gegen iranische Beamte auf der Grundlage des Prinzips der universellen Jurisdiktion durchführen sollten. Callamard fügte hinzu: "England hat die notwendigen rechtlichen Mittel, um mehr zu tun als bisher, um den Iran zur Rechenschaft zu ziehen."
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